Prägestätten in Deutschland
Prägestätte in Berlin (A)
Genannt die “Staatliche Münze Berlin” ist die Prägestätte, eine der beauftragten Prägestätten welche mit der Prägung von Euros beauftragt ist.
Die Prägestätte gehört zur Berliner Hauptverwaltung und hat neben der Prägung von Euros auch die Aufgabe Sondermünzen zu prägen. Die erste Münze welche in Berlin bearbeitet wurde, ist wohl vom 04.04.1280 damals wurden die Münzen noch mit dem Hammer geprägt. 1950 erhielt die Berliner Münze den Buchstaben A als Münzzeichen. Somit ist es seitdem jedem möglich die Prägestätte der Münze auszulesen.
1947 wurde dringend benötigtes Kleingeld aus Zink geprägt, nach der Währungsreform 1948 aus Aluminium. Zur Zeit der D-Mark hatte die Staatliche Münze Berlin einen Prägeanteil von 20% an der Gesamtmenge der zu prägenden Münzen.
2005 zog die Staatliche Münze Berlin von Berlin-Mitte nach Berlin-Reinickendorf.
Im Jahr 2008 wurden 374,5 Millionen Umlaufmünzen geprägt. Die Prägestätte steht für traditionell höchste Qualität bei Prägungen von Münzen und Gedenkprägungen.
Es gibt bereits 39 Zwei-Euro-Gedenkmünzen, den immer mehr Staaten in Europa bringen zu den normalen Zwei-Euro-Münzen eine zusätzliche Münze aus die besondere nationale Ereignisse oder Bauwerke und Persönlichkeiten zeigen.
Prägestätte in Hamburg (J)
Die älteste Münzprägestätte ist in Hamburg. Sie trägt das Münzzeichen “J” und produziert 21% der Umlaufmünzen Deutschlands. Die Münzstätte in Hamburg ist im Gegensatz zu den anderen Münzprägestätten die einzige nicht für Besucherverkehr zugängliche.
834 wurde in Hamburg die erste Münze hergestellt, im Jahre 1813 wurde durch die Besetzung französischer Truppen der Betrieb kurzfristig ausgesetzt, 1873 sogar durch einen Brand zerstört.
Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Münze Hamburg erst 1948 wieder Ihren Betrieb aufnehmen, da sie schwer beschädigt wurde. Mittlerweile sitzt die Prägestätte in einem neuen Gebäude, einem Bau in Meiendorf.
2008 war Hamburg dazu auch noch Thema der Zwei-Euro-Gedenkmünze.
Prägestätte in Karlsruhe (G)
Die kleinste Münzprägestätte Deutschlands befindet sich in Karlsruhe. Dort wurden beispielsweise die Pfennigstücke der D-Mark geprägt mit dem Aufdruck “Bund Deutscher Länder“, dies wurde 1950 durch “Bundesrepublik Deutschland” ersetzt. Es kam aber zu Fehlprägungen der 50-Pfennig-Münze mit der Inschrift “Bund Deutscher Länder“, wofür Sammler mehrere hundert Euro zahlen.
Der damalige Direktor erstellte nachträglich sogenannte Fehlprägungen und verkaufte dies mit seinen Mitarbeitern zu hohen Preisen, der “Karlsruher Münzskandal“. 1998 gab es einen Zusammenschluss zwischen der “Staatliche Münze Karlsruhe” und Stuttgart, die jetzt “Staatliche Münzen Baden-Württemberg” heißen.
An den beiden Münzstätten werden insgesamt 38% der Umlaufmünzen Deutschlands hergestellt.
Prägestätte in München (D)
In München ist es das Bayerische Hauptmünzamt, dass Umlaufmünzen für das In- und Ausland herstellt. 21% prägt das Münzamt der insgesamt in Deutschland existierenden Umlaufmünzen. Das Münzzeichen “D” gibt es seit 1871 und hatte im Jahre 2008 Jubiläum, weswegen eine Serie von 11 Gedenkmedaillen präsentiert wurden.
In München werden neben den Umlauf- und Gedenkmünzen auch Dienstplaketten und Medaillien geprägt. Zum Beispiel zu den Olympischen Spielen in München, wo das Bayerische Hauptmünzamt sämtliche Siegermedaillen prägte.
2009 wurde die neue 2-Euro-Sondermünze präsentiert, das Schloss Neuschwanstein.
Prägestätte in Stuttgart (F)
In Stuttgart gibt es die Staatliche Münze Stuttgart, diese ist die größte deutsche Münzprägeanstalt. Das Münzzeichen der Münzstätte ist das “F”.
24% aller Umlaufmünzen in Deutschland werden hier geprägt, zusätzlich jedes Jahr noch eine 10-Euro Gedenkmünze. So kommt die Prägestätte auf insgesamt 2 Millionen Münzen pro Tag.
1998 gab es einen Zusammenschluss zwischen der “Staatliche Münze Karlsruhe” und Stuttgart, die jetzt “Staatliche Münzen Baden-Württemberg” heißen. An den beiden Münzstätten werden insgesamt 38% der Umlaufmünzen Deutschlands hergestellt.







